Fließestrich

Fließestriche sind selbstverlaufende Estriche, deren Wasseranteil bei Einbau gegenüber konventionell eingebrachten Estrichen wesentlich höher ist. Sie haben durch den sehr geringen Luftporenanteil einen sehr hohen Verdichtungsgrad. Wir sind in der Lage, Fließestriche einzubauen, empfehlen diesen aber nur bei geeigneten Flächen (abhängig von Raumgeometrie, Trocknungszeiten, Kosten etc.).

Fragen Sie an, falls Interesse besteht!

Industrieböden

Wir sind spezialisiert auf den Einbau von hochwertigen, hochbelastbaren Industrieböden auf Zementbasis, sowohl für den industriellen als auch privaten Bereich, wobei der Industrielle Einbau überwiegt. Sei es als Stahlfaserbewehrter Zement-Heizestrich im Wohungsbau aufgrund von zu geringer Heizrohrüberdeckung, sei es in Autohäusern, Museen, Kirchen  und Austellungsräumen als schwimmender Estrich mit hochbelastbarem Unterbau, sei es als Verbundestrich im ´hochindustriellen´ Produktionsbereich (z.B. Flug-, Chemie-, Pharma- und Energiekonzerne).

Industrieböden können je nach Anforderungen zweischichtig hergestellt werden, ob frisch in frisch, bzw. als Unterbau für nachfolgende Epoxid-/Polymerharz-Beschichtungen in einschichtigem Aufbau.

Sollten Sie Interesse an einem hochwertigen Nutzestrich im Eigenheim haben, kontaktieren Sie uns einfach. Übrigens, den zweischichtigen Einbau können wir Ihnen auch farblich anlegen, Muster können wir bei Interesse gerne aufzeigen.

Zementestrich / konventioneller Anhydritestrich

Zementestrich ist wohl der Estrich, an den jeder als erstes denkt, wenn er mit dem Thema in Verbindung kommt. Er ist auch der vielfältigste unter allen Estricharten, einsetzbar als Verbundestrich, Trennestrich, Industrieboden, Heizestrich bzw. schwimmender Estrich auf Dämmlagen ohne Fussbodenheizung, innen und außen, als Schnellestrich bzw. auch als Schnellzementestrich. 

Wir bauen Ihnen jede Festigkeitsklasse ein, die Sie benötigen. Seien Sie sich über die Anforderungen wie Verkehrslast und Schleifverschleiß bewußt, sollten Sie einen Industrieboden benötigen oder gar wünschen. 

Der konventionelle Anhydritestrich hat den selben Einbauvorgang wie Zementestrich, daher auch der Ausdruck ´konventionell´. Er wird erdfeucht bis plastisch angemischt, mit der Latte abgezogen, gerieben und geglättet. Er läßt sich bei geeigneter Konsistenz auch mit der Maschine glätten (siehe Bilder) wodurch man sich die langwierigere Handglättung spart (Zeit); außerdem hat eine maschinelle Glättung immer die Vorteile einer  besseren Verdichtung und führt zu einer höheren Oberflächenfestigkeit.

Der Vorteil des Anhydritestrichs gegenüber Zementestrich ist die fugenlose Verlegbarkeit auf Dämmlage ohne Fussbodenheizung (es sei denn über Bauwerksfugen), und der mögliche Verzicht auf Raumdehnungsfugen innerhalb verwinkelter Räume bei Einbau als Heizestrich. Dies hängt mit dem geringeren Längenausdehnungskoeffizienten gegenüber Zementmörteln zusammen. Mit Erneuerung der Estrichnorm ist es nun auch bei konventionellem Anhydrit-Heizestrich Vorschrift, Fugen/Kellenschnitte in Türleibungen und Durchgängen anzulegen.

Leichtestrich

Leichtestriche sind gem. den allgemein anerkannten Regeln der Technik Estriche mit einer Trockenrohdichte von max. 1400kg/Kubikmeter. Dies ist natürlich sehr ausgedehnt, wir aber meinen explizit Leichtestriche, die bei einer mittleren Einbaudicke von z.B. 50 mm eine Belastung von max. 13-14 kg/qm aufzeigen.

Sie werden meist im Altbau- bzw. Sanierungsbereich auf unebenen Holz-, Balken- und Trägerdecken eingebaut,  aufgrund ihrer geringen Auflast am Untergrund - auch in überdimensionierten Schichtdicken, und dienen dann zur Aufnahme eines homogenen Estrichaufbaus.

Neubauten eignen sich ebenfalls zur Aufnahme von Leichtestrichen, wenn z.B. aufgrund der in Massen verlegten Installationsleitungen auf den Betondecken kaum noch Platz zur Verfügung steht, um die zu verlegenden Ausgleichs-/Dämmplatten ohne Verschnitt einbauen zu können. Die Vorteile liegen auf der Hand:

- hohlraumfreie Unterkonstruktion für den einzubringenden Fussbodenaufbau

- immense Einsparung an Trockenschüttmaterial und Arbeitszeit

- homogene Dicke der belagstragenden Estrichschicht

- die Trittschalldämmung kann ohne Verschnitt in einer Schicht eingebaut werden

- meist kann aufgrund der wärmedämmenden Eigenschaft auf den weiteren Einbau von Wärmedämmplatten verzichtet werden

Dämmstoffe

Trittschalldämmung

Polystyrol (expandierter PS-Partikelschaum)

Standard im Wohnungsbau ist die Platte 045 DES sm, lieferbare Dicken in mm sind 25-2, 20-2, 25-2, 30-3, 35-3, 40-3, 45-3, 50-3, 60-3, 70-3, 80-3, 90-3, 100-3. Die max. Verkehslast beträgt 3,5kN/qm. Die Zahl nach dem Bindestrich bedeutet die max. Zusammendrückbarkeit des Dämmstoffes. Farbe weiss

Die nächst höhere WLG (Wärmeleitgruppe) ist 040, folglich 040 DES sg, folgende Dicken (mm) sind lieferbar: 20-2, 30-2, 40-2 und 50-2,  max. Verkehslast 5,0kN/qm, Farbe weiss

Dann gibt es noch die WLG 035, sprich 035 DES sg für max. Verkehrslasten von bis zu 10,00kN/qm. 30-2, 50-2, 60-2, 70-2, 80-2, 90-2, 100-2 (mm).  Brandstoffklasse B1 - schwer entflammbar,  Farbe weiss, Abmaße bei allen Platten 1,00m x 0,50m

 

Mineralfaser (Steinwolle bzw. Glaswolle)

Diese Trittschalldämmplatten haben in den niedrigeren Dicken (bis 25 mm) zumeist einen besseren Trittschalldämmwert, vergleicht man sie mit Polystyrolplatten (PS) gleicher Dicke.  Die Standardausführung für den Wohnungsbau hat zumeist eine Zusammendrückbarkeit von 5 mm (gegenüber 2 bzw. 3 mm bei PS). Auch ist die Standard-Wärmeleitgruppe meist 035, d.h., sie stellen auch einen besseren Wärmedämmstoff dar. Von Hersteller zu Hersteller und im Vergleich von Stein- zu Glaswolle gibt es Unterschiede bezgl. der max. Verkehrslast. Steinwolle hat meist eine Verkehrslastaufnahme von bis zu 5,0kN/qm in der Standardausführung 035, Glaswolle im Vergleich 3,5kN/qm. Für den Industriebau gibt es Platten mit einer max. Verkehrslastaufnahme von bis zu 10,00kN/qm. Steinwolle ist gegenüber Glaswolle feuchtigkeitsunempfindlich, sie behält ihre Wärmedämmeigenschaft bei. Glaswolle hat die Brandstoffklasse A2, also nichtbrennbare Baustoffe mit Anteilen von brennbaren Baustoffen. Steinwolle jedoch A1, d.h., nichtbrennbare Baustoffe ohne Anteile von brennbaren Baustoffen. Abmaße bei allen Platten 1,20m x 0,625m.

 

 

Wärmedämmung

Polysytrol (PS-Hartschaum)

Standard im Wohnungsbau ist die Platte 040 DEO, lieferbare Dicken in mm sind 10, 15, 20, 25, 30, 40, 50, 60, 80, 100, 120, 140 und 160 mm . Die max. Verkehslast beträgt 10,00kN/qm. Farbe weiss

Des weiteren gibt es die WLG 035, also 035 DEO, welche sich noch einmal unterteilen in Platten mit einer max. Verkehrslast von  15,00 und 20,00 kN/qm (letztere hat nach der Bezeichnung ´035 DEO´ den Zusatz ´dh´ für die höhere Verkehrslast). Lieferbare Dicken wie bei 040 DEO. Farbe weiss, Abmaße bei allen Platten 1,00m x 0,50m. Angemerkt sei, daß PS-Platten nicht resistent gegen Feuchtigkeit sind. Brandstoffklasse B1, schwer entflammbar

 

Polystyrol Extruderschaum

Extruder-Wärmedämmplatten (extrudierter Polystyrol-Hartschaum) sind feuchtigkeitsunempfindlich und können dadurch als Perimeterdämmung (im Aussenbereich) genutzt werden. Sie können auch unterhalb von Abdichtungsbahnen (PVC-Folien, Schweißbahnen etc.) eingebaut werden. Sie haben gegenüber den Standard-PS-Hartschaumplatten eine sehr viel höhere Verkehrslast-Aufnahme (Extruderstandard 15,00 bis 20,00 kN/qm, darüberhinaus bis 70,00kN/qm) und eignen sich auch im Industriebau. Die Wärmeleitgruppe ist 035, Abmaße sind1,25m x 0,60m, die Farben variieren je nach Hersteller, z.B. grün, lila, gelb, orange etc. Brandstoffklasse ist B2, normal entflammbar.

 

Polyurethan (PUR-Hartschaum)

PUR-Wärmedämmplatten haben die besten Wärmedämmeigenschaften, standard ist WLG 030 (beidseitig papier-kaschiert), bzw. WLG 025 (beidseitig alu-kaschiert). Die max. Verkehrslast beträgt 10,00kN/qm, die alu-kaschierten Platten sind praktisch dampfdicht. Abmaße 1,20m x 0,60m. Brandstoffklasse B2, normal entflammbar. Die Platten haben abgesehen von der Farbe der Kaschierung einen gelblichen Farbton. Geeignet für geringe Aufbauten, welche hohe Anforderungen an den Wärmeschutz stellen.

 

tabelle zur Information:

DAD    Aufsparrendämmplatte                   
DAA    Flachdachdämmplatte                   
DZ      Zwischensparrendämmplatte                   
DI       Untersparrendämmplatte                   
DEO    Bodendämmplatte                   
DES    Trittschalldämmplatte                   
WAB   Fassadendämmplatte HF (hinterlüftete Fassade)          
WZ     Kerndämmplatte                   
WI      Innendämmplatte                   
WDV   Fassadendämmplatte WDV                
dm      Mittlere Druckbelastbarkeit                
dh       Hohe Druckbelastbarkeit                
sm      Trittschalldämmung, mittlere Zusammendrückbarkeit          
sg       Trittschalldämmung, geringe Zusammendrückbarkeit