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Für Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

Infos zur DIN 18157

Fliesen und Pflasterklinker (Beispielbild, steht nicht im Textzusammenhang, ausgesucht aus rein ästhetischen Gründen)

Gem. DIN 18157 müssen generell zukünftig Estriche auf Calciumsulfatbasis (Anhydritestriche) grundsätzlich ab einer Flächengröße des Belags von über 1600cm2 (z.B. 40 x 40 cm Plattengröße) mit Epoxidharzgrundierung abgesperrt werden, incl. des Absandens mit Quarzsand im Überschuß.
Ferner sind bei Verwendung solcher Beläge der Estrich, also auch der Zementestrich, vollflächig mit einer selbstverlaufenden Fließspachtelmasse zu spachteln.


Estriche sind mit der Erneuerung der DIN EN 18157 nun anders vorzubehandeln. In der Vergangenheit wurden Estriche im Innenbereich mit Fliesenformaten bis zu den Größen 45 x 45 cm belegt. In der neueren Zeit wachsen jedoch die Formate bis hin zu Größen von 100 x 100 cm.

Da für die Verklebung solcher Beläge meist zementäre Dünnbettmörtel verwendet werden, ist zur Erreichung einer optimalen Benetzung bis zu 4,5 kg/qm Klebemörtel einzusetzen. Die enorme Menge an Überschußwasser, die nicht im Kleber verbraucht wird, kann zu einer Randzonenanweichung im Calciumsulfat-/Fließestrich führen und somit bei Beginn der Anheizphase zum Scherbruch führen.
Die Verbände haben mittlerweile auf die immer stärker zunehmenden Schadensfälle reagiert und empfehlen in der Neuausgabe der DIN 18157 die Verwendung von epoxidgebundenen Grundierungen mit anschließender Absandung mit Quarzsand im Überschuß zur Vermeidung dieses Problems. Dies soll ab den Formaten 40 x 40 cm durchgeführt werden (Plattengröße ab 1600 qcm).

Weiterhin ist festzuhalten, daß bei Fliesenformaten dieser Größenordnung auch eine Ausführung von Estrichen nach den genauesten Vorgaben der DIN 18202 noch nicht ausreichend ist, um eine vollsatte Bettung zu erreichen.

Deshalb müssen Fliesenleger zukünftig ab o.g. Flieseneinzelfläche oder Natursteineinzelfläche den Boden abspachteln.